Yoga Übungen: die Basics

Yoga Begriffe können verwirrend sein. Hier erfährst du, was hinter den Bezeichnungen Hatha Yoga, Asana und Vinyasa steckt.

 

Yoga Übungen oder auch Yoga Haltungen werden auf Sanskrit Asana genannt. Asanas basieren auf den drei grundlegenden menschlichen Körperhaltung: Stehen, Sitzen, Liegen. Ein sehr bekanntes Asana ist beispielsweise Vrksasana, der Baum. (Das ist übrigens die Yoga Haltung, die ich im Bild einnehme.) Die Yoga Übung (also das Asana) wird entweder statisch oder dynamisch geübt. Beim statischen Üben wird das Asana über einen längeren Zeitraum gehalten. Beim dynamischen Üben hingegen wird das Asana mehrmals nacheinander ausgeführt. Dynamisches Üben bedeutet hier, dass ein Wechselspiel zwischen Dehnung und Kontraktion entsteht.
Die natürlich Atembewegung wird dabei entweder bewusst zugelassen und wahrgenommen oder in einer bestimmten Art und Weise, welche einer genauen Logik entspricht, gelenkt. Das nennt man im Yoga dann übrigens Pranayama. Mehr dazu erfahrt ihr demnächst in einem der folgenden Blog Beiträge. Das Geschehen lassen des natürlichen Atemimpulses ist für den Menschen von heute oft eine genauso große Herausforderung wie die Lenkung des eigenen Atems. Über einen längeren Zeitraum geübt, führt beides jedoch zu mehr Wohlgefühl, Frische und Entspannung von Körper und Geist.
Eine weitere Form der Yoga Übung ist das Vinyasa. Vinyasa ist mit unter eine anspruchsvolle Bewegungssequenz, die meist eine Mobilisierung der gesamten Wirbelsäule beinhaltet. Im Vinyasa bringen wir Atem und Bewegung zusammen. Ein bekanntes Vinyasa ist beispielsweise der Sonnengruß, Surya Namaskar. Beim Üben richten wir unseren Fokus auf drei Bereiche: Atem, Körperhaltung und Blickrichtung. Wenn wir es schaffen, diese drei ausRichtungen zusammenzubringen, entfaltet die Yoga Übung ihren vollen heilsamen Effekt.
Yoga sollten wir mit einer bestimmten geistigen Einstellung üben. Diese Einstellung ist im Yogasutra mit sthira-sukham-āsanam (स्थिरसुखमासनम्) beschrieben und bedeutet so viel wie:
„Sei geduldig mit dir selbst, um die perfekte Balance zwischen Anstrengung, Leichtigkeit und  Genuss in der Yogastellung zu finden.“ Dies in die Übung zu integrieren, erfordert von uns Hingabe, Zeit und Freude am eigenen Üben.
Dabei ist das Ziel aller Yogaübungen „Chitta vritti nirodha“ (Yogasutra 1.2) zu erlangen. Das bedeutet, dass wenn unser Körper zur Ruhe kommt, kommen die Gedanken zur Ruhe, und wenn die Gedanken zur Ruhe kommen, ist die wahre Stille zu finden und somit auch unser wahres inneres Selbst zu spüren.
Wirklich erfahren können wir diese Qualitäten jedoch erst, wenn wir uns selbst auf die Yogamatte begeben und … ganz genau: Üben :-).

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